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title: "Krankheiten: Schnupfen (Rhinitis)"
url: "https://welliathome.de/info/gesundheit/krankheiten/schnupfen/"
description: "Wellensittich-Schnupfen: Symptome, Ursachen, Diagnose und Therapie. Tipps zur Pflege, Hygiene und Vorbeugung gegen Rhinitis."
author: "Thorsten Hoeppner"
published: "2021-05-10T18:30:53+00:00"
modified: "2026-08-28T07:10:35+00:00"
language: "de"
site: "Welli@Home"
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# Krankheiten: Schnupfen (Rhinitis)

Source: https://welliathome.de/info/gesundheit/krankheiten/schnupfen/

**Kurzfassung**

Zusammenfassung

Rhinitis, auch Schnupfen genannt, ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Typische Symptome sind Nasenausfluss, Atembeschwerden und häufiges Niesen. Die Erkrankung entsteht meist durch Infektionen, begünstigt von trockener Raumluft, besonders im Winter. Diagnostiziert wird sie per Nasenabstrich. Die Behandlung umfasst Antibiotika, Immunstärkung und unterstützende Maßnahmen wie Reinigung der Nasenöffnungen.

Kernaussagen

Klare oder schleimige Flüssigkeit tritt aus den Nasenöffnungen aus.

Eingetrocknetes Sekret kann Gefieder und Nasenöffnungen verkleben.

Wellensittiche reiben den Kopf zum Befreien der Nase.

Häufiges Atmen mit offenem Schnabel und Niesen treten auf.

Zur Vorbeugung wird ein Luftbefeuchter empfohlen.

## Allgemein

„**Schnupfen**“ bezeichnet beim Wellensittich keine eigenständige Diagnose, sondern eine Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis).

Nasenausfluss, verstopfte Nasenöffnungen oder Niesen können unterschiedliche Ursachen haben. Da Erkrankungen der Atemwege bei Vögeln rasch schwerwiegend werden können, sollte ein betroffener Wellensittich zeitnah von einer vogelkundigen Tierarztpraxis untersucht werden.

Die Nasenöffnungen liegen beim Wellensittich in der Wachshaut über dem Schnabel. Sie führen über die Nasenhöhle in den Rachen. Veränderungen in diesem Bereich können die Atmung, die Futteraufnahme und das Allgemeinbefinden beeinträchtigen.

## Symptome

- Klarer, schleimig trüber, gelblicher oder krustiger Ausfluss aus einer oder beiden Nasenöffnungen in Wachshaut.
- Verklebte Federn rund um Wachshaut und Schnabel
- Rötung, Schwellung oder sichtbare Verengung der Nasenöffnungen
- Häufiges Niesen oder Reiben des Schnabels an Sitzstangen und Einrichtungsgegenständen
- Schwellungen im Bereich unter oder neben den Augen
- Stimmveränderungen, verminderte Aktivität, weniger Futteraufnahme oder Gewichtsverlust
- Atembeschwerden durch Entzündung und Anschwellen der Nasenschleimhaut

## Ursachen

Dieser tritt meist im Winter auf und ist häufig auf eine **zu trockene Raumluft** zurückzuführen, welche die **Schleimhäute austrocknen** lässt und **für Krankheitserreger empfänglich macht**.

Mögliche Ursachen:

- Infektion mit Viren oder Bakterien
- Pilzbedingte Entzündungen
- Reizstoffe wie Rauch, Duftsprays, ätherische Öle, Reinigungsdämpfe, Staub oder schlechte Raumluft
- Fremdkörper, Futterreste oder angetrocknetes Sekret in den Nasenöffnungen
- Verletzungen und Veränderungen des Schnabel- oder Nasengewebes
- Chronische Entzündungen der Nasenhöhle oder Nasennebenhöhlen
- Ernährungsbedingte Schleimhautveränderungen, insbesondere bei langfristig stark körnerlastiger, vitamin-A-armer Fütterung
- Raumforderungen oder andere strukturelle Erkrankungen

## Diagnose

Die Diagnose sollte durch einen vogelkundigen Tierarzt erfolgen.

- Untersuchung von Wachshaut, Nasenöffnungen, Schnabel und Augenregion
- Beurteilung von Ausfluss, Schwellungen, Krusten und Verklebungen
- Nasenspülung durch den Tierarzt, die sowohl diagnostisch als auch therapeutisch sein kann
- Mikroskopische sowie bakteriologische und mykologische Untersuchung
- Röntgenaufnahmen oder weiterführende Bildgebung bei Verdacht auf Nebenhöhlenbeteiligung, Fremdkörper …
- Bei weiteren Atemwegszeichen gegebenenfalls Untersuchung von Luftröhre, Luftsäcken und Lunge

## Behandlung bei Schnupfen

Die Behandlung richtet sich immer nach Ursache, Schweregrad und Untersuchungsergebnis.

Antibiotika sind nur bei begründetem Verdacht auf eine bakterielle Erkrankung und möglichst nach Erregernachweis sinnvoll.

Bei Pilzinfektionen, Fremdkörpern, festen Ablagerungen, Verletzungen oder ernährungsbedingten Problemen ist ein anderer Therapieansatz erforderlich.

Mögliche tierärztliche Maßnahmen:

- Fachgerechte Reinigung und Spülung der Nasenhöhle
- Entfernung von Krusten, Fremdmaterial oder Ablagerungen
- Gezielte Medikamentengabe
- Behandlung einer begleitenden Sinusitis
- Unterstützende Versorgung bei Atemnot, etwa Wärme, Sauerstoff und stressarme Unterbringung
- Korrektur von Haltungs- und Fütterungsfehlern

*Nasenöffnungen sollten zu Hause **nicht gespült oder mit Wattestäbchen freigekratzt** werden, da sonst z. B. Sekret oder Flüssigkeit eingeatmet werden können.* *Äußerlich anhaftende Verschmutzungen dürfen allenfalls vorsichtig mit einem **mit steriler Kochsalzlösung angefeuchteten weichen Material **gelöst werden – ohne Druck auf die Nasenöffnungen.*

## Vorbeugung

Nicht jede Rhinitis lässt sich verhindern, aber das Risiko für reizbedingte oder sekundäre Atemwegsprobleme lässt sich senken:

- Rauch- und duftstofffreie Vogelhaltung
- Artgerechte, abwechslungsreiche Ernährung statt einer dauerhaften reinen Körnerfütterung
- Frühzeitige Untersuchung bei Niesen, Nasenausfluss oder Veränderungen an der Wachshaut

Als wirksame Vorbeugungsmaßnahme sollte ein elektrischer **[Luftbefeuchter](https://amzn.to/3ZfMFWJ) **in Betracht gezogen werden, um eine zu trockene Raumluft **zu vermeiden**.

Dieser Artikel wurde vom Autor recherchiert und redaktionell erstellt, wobei die medizinischen Angaben auf den angegebenen Fachquellen basieren. Diese Informationen ersetzen keinen Tierarztbesuch!

**Häufige Fragen**

Was ist Schnupfen (Rhinitis) beim Wellensittich?

Schnupfen, medizinisch Rhinitis, ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut beim Wellensittich. Dabei tritt Flüssigkeit aus den Nasenöffnungen in der Wachshaut aus, die klar oder schleimig-trüb sein kann. Diese Flüssigkeit kann antrocknen, Krusten bilden und das Gefieder verkleben.

Woran erkenne ich Schnupfen beim Wellensittich?

Typisch ist Ausfluss aus den Nasenöffnungen, der klar bis schleimig-trüb ist. Der Vogel reibt häufig seinen Kopf an Sitzstangen oder Käfigeinrichtung, um die Nase freizumachen. Er kann mit geöffnetem Schnabel atmen und häufig niesen. Durch Schwellung der Schleimhaut kann es zu Atembeschwerden kommen.

Was sind die häufigsten Ursachen für Schnupfen?

Meistens ist eine Infektion mit Viren oder Bakterien die Ursache. Schnupfen tritt häufig im Winter auf. Eine wichtige Rolle spielt trockene Raumluft, die die Nasenschleimhäute austrocknet. So werden sie anfälliger für Krankheitserreger.

Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?

Der Tierarzt kann einen Nasenabstrich nehmen. Dieses Probenmaterial wird zur Untersuchung in ein Labor geschickt. Dort kann festgestellt werden, welche Erreger beteiligt sind.

Wie wird Schnupfen beim Wellensittich behandelt?

Es können Antibiotika eingesetzt werden, wenn eine bakterielle Infektion vorliegt. Zusätzlich können Präparate gegeben werden, die das Immunsystem stärken. Auch Injektionen mit Multivitaminpräparaten und Vitamin C sind möglich. Welche Medikamente im Einzelfall sinnvoll sind, entscheidet der Tierarzt.

Was kann der Halter zur Pflege der Nase tun?

Mehrmals täglich sollten die Nasenöffnungen und das betroffene Gefieder mit warmem Wasser gereinigt werden. So werden Krusten und Verklebungen entfernt. Dabei ist schonendes Vorgehen wichtig, um die empfindliche Haut nicht zu verletzen.

Welche Rolle spielt Wärme bei der Therapie?

Dem Wellensittich sollte zusätzliche Wärme angeboten werden. Empfohlen wird ein Dunkelstrahler mit etwa 60 Watt. Die Wärme unterstützt den geschwächten Körper und kann das Wohlbefinden verbessern.

Wie sollte die Umgebung gereinigt werden?

Käfigzubehör sowie Futter- und Wassernäpfe sollten täglich mit heißem Wasser gereinigt werden. So lassen sich Krankheitserreger aus der Umgebung entfernen. Eine gründliche Hygiene senkt das Risiko für erneute Infektionen.

Wie kann man Schnupfen vorbeugen?

Eine wichtige Maßnahme ist ein elektrischer Luftbefeuchter. Er hilft, zu trockene Raumluft zu vermeiden. So bleiben die Schleimhäute feuchter und sind weniger anfällig für Erreger.

Wann sollte man besonders vorsichtig sein?

Tritt Schnupfen im Winter bei trockener Heizungsluft auf, ist das Risiko für Infektionen erhöht. Halter sollten in dieser Zeit besonders auf Raumklima, Hygiene und das Verhalten ihrer Vögel achten. Bei Verschlechterung der Atmung oder anhaltenden Symptomen ist eine tierärztliche Kontrolle nötig.

Quellen

[Doris Quinten: „Ziervogelkrankheiten“](https://amzn.to/2PjVdgw), S. 72f.

[Rhinitis](https://www.dvm360.com/view/avian-respiratory-medicine-proceedings) (dvm360)

**Weitere Informationsquellen**

[Doris Quinten: „Ziervogelkrankheiten“](https://amzn.to/2PjVdgw)

**[Übersicht der Krankheiten](https://welliathome.de/info/gesundheit/krankheiten/)**

Thorsten Hoeppner vom 10.05.2021

Aktualisiert: 28.08.2026