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title: "Vererbung – Teil 2"
url: "https://welliathome.de/info/wellensittich/grundlagen-der-vererbung/vererbung-teil-2/"
description: "Im Teil 2 der \"Grundlagen der Vererbung\" die Erklärungen zur ersten Mendelsche Regel - die sogenannte Uniformitätsregel."
author: "Mandy Thiele"
published: "2025-04-28T12:56:04+00:00"
modified: "2026-08-14T10:17:03+00:00"
language: "de"
site: "Welli@Home"
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# Vererbung – Teil 2

Source: https://welliathome.de/info/wellensittich/grundlagen-der-vererbung/vererbung-teil-2/

**Kurzfassung**

Zusammenfassung

Der Artikel erläutert die Uniformitätsregel. Sie besagt, dass bei der Kreuzung zweier reinerbiger Lebewesen mit verschiedenen Ausprägungen eines Merkmals die Nachkommen in Aussehen und Genstruktur gleich sind. Es werden Beispiele für dominant-rezessive und intermediäre Erbgänge vorgestellt, sowohl anhand von Erbsen als auch von Sittichen.

Kernaussagen

Die Uniformitätsregel beschreibt gleichartige Nachkommen bei Kreuzung reinerbiger Eltern.

Unterscheidung zwischen dominant-rezessivem und intermediärem Erbgang.

Dominant-rezessive Vererbung: Beispiel mit gelben und grünen Erbsen.

Intermediärer Erbgang: Mischung beider Elterneigenschaften, z. B. rosa Blumen.

Beispiele aus der Sittichzucht erklären beide Erbgänge anschaulich.

*Im **Teil 2** der „Grundlagen der Vererbung“ möchte ich euch die erste Mendelsche Regel erklären – die sogenannte **[Uniformitätsregel](https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelsche_Regeln#Regel_1:_Uniformit%C3%A4t)**.*

## Definition

*„Kreuzt man zwei reinerbige (homozygote) Eltern, die sich in einem Merkmal unterscheiden, sind alle Nachkommen genotypisch und phänotypisch gleich (uniform).“ *

Mendelsche Regel Nr. 1 (Uniformitätsregel)

## Erklärung

Die **erste Mendelsche Regel** – auch als **Uniformitätsregel **bekannt, sagt aus, dass aus der Kreuzung zweier reinerbiger Lebewesen mit einem unterschiedlichen Merkmal immer mischerbige Lebewesen entstehen, die sich in Aussehen und Genstruktur gleichen.

Lasst mich das am **Beispiel von Mendels Erbsen** erklären.

### Dominant-rezessiver Erbgang

Kreuzt man Erbsen **mit grünen Samen** mit solchen **mit gelben Samen**, wird man beobachten können, dass **nur Erbsen mit gelben Samen** entstehen.

Sie sind also **phänotypisch gelb** und **uniform** (also gleich).

Dabei ist die gelbe Erbse **homozygot dominant** und die grüne Erbse **homozygot rezessiv**.

**Ergebnis:**

- Genotyp F1 = ** G g **
- Phänotyp F1 = **gelb**

#### Beispiele bei Sittichen

**Dominant gescheckt** ist, wie der Name schon sagt, ein super Beispiel für den **dominant-rezessiven Erbgang** nach der ersten Mendelschen Regel.

Verpaart man einen **homozygoten Schecken** (= doppelfaktoriger Schecke) mit einem **homozygot wildfarbenen Vogel**, entstehen in der F1-Generation **100 % heterozygote Schecken** (= einfaktorige Schecken).

***EF**: einfaktorig / **DF**: doppelfaktorig*

### Intermediärer Erbgang

Die **erste Mendelsche Regel** kann man aber nicht nur auf den dominant-rezessiven Erbgang beziehen, sondern auch auf den **intermediären Erbgang**.

Bei diesem Erbgang ist die **Dominanz nicht eindeutig** (unvollständige Dominanz), weswegen sich keines der beiden Elternteile durchsetzt und eine **Mischform in der Filialgeneration 1** entsteht.

**Ergebnis:**

- Genotyp F1 = ** r w**
- Phänotyp F1 = ** rosa **

#### Beispiele bei Sittichen

Der **intermediäre Erbgang** ist beispielsweise auf den **Dunkelfaktor** anzuwenden.

Verpaart man einen **doppelfaktorigen dunkelgrünen Vogel** mit einem **wildfarbigen** entstehen **100 % einfaktorig dunkelgrüne Vögel**.

[Spaltungsregel](https://welliathome.de/info/wellensittich/grundlagen-der-vererbung/vererbung-teil-3/)

**Häufige Fragen**

Was bedeutet die Uniformitätsregel einfach erklärt?

Diese ist die erste Mendelsche Regel. Sie sagt: Kreuzt man zwei „reinerbige“ Eltern, die sich nur in einem Merkmal unterscheiden, sehen alle Jungtiere gleich aus und tragen auch im Erbgut dasselbe Misch-Merkmal. Man nennt diese Jungtiere „mischerbig“.

Was heißt reinerbig und mischerbig bei Wellensittichen?

Reinerbig bedeutet: Ein Welli trägt für ein bestimmtes Merkmal zweimal dasselbe Erbmerkmal, zum Beispiel zweimal „grün“. Mischerbig bedeutet: Er trägt zwei verschiedene Merkmale, zum Beispiel „grün“ und „blau“. Bei der Uniformitätsregel entstehen aus zwei verschieden reinerbigen Eltern nur mischerbige Jungtiere.

Wann gilt die Uniformitätsregel in der Praxis?

Diese gilt, wenn beide Eltern für ein Merkmal reinerbig sind und sich genau in diesem einen Merkmal unterscheiden, etwa Farbe oder Zeichnung. Dann ist die gesamte erste Generation (F1) äußerlich gleich und besitzt denselben Genotyp für dieses Merkmal.

Was passiert mit den Jungvögeln in der F1-Generation?

Alle Nachkommen der F1-Generation sind bei dieser speziellen Kreuzung uniform: Sie sehen beim betreffenden Merkmal gleich aus und tragen jeweils die gleiche Kombination der beiden elterlichen Erbanlagen. Unterschiede zeigen sich erst in späteren Generationen, wenn man weiter verpaart.

Warum ist die Uniformitätsregel für Züchter wichtig?

Diese hilft Züchtern, bestimmte Merkmale gezielt in eine Linie hineinzubekommen. Wenn sie zwei passende, reinerbige Eltern wählen, können sie damit rechnen, dass alle Jungvögel dieses Merkmal zunächst in einheitlicher Form zeigen.

Betrifft die Uniformitätsregel nur die Farbe?

Nein, die Uniformitätsregel gilt allgemein für vererbte Merkmale, zum Beispiel Farbe, Zeichnung oder andere genetisch festgelegte Eigenschaften. Wichtig ist nur, dass die Eltern reinerbig sind und sich genau in einem Merkmal unterscheiden.

Sieht man den Genotyp bei Uniformität immer am Vogel?

Nicht immer. Die Uniformitätsregel sagt, dass Genotyp und Erscheinungsbild in der F1-Generation übereinstimmen. In der Praxis können verdeckte Faktoren (z.B. rezessive Merkmale) vorhanden sein, die man erst in späteren Generationen sicher erkennt. Diese Einschränkung sollte beachtet werden.

Kann man mit der Uniformitätsregel die F2 vorhersagen?

Diese beschreibt nur die F1-Generation. Für die F2-Generation braucht man die Spaltungsregel (zweite Mendelsche Regel). Mit dem Inhalt aus Teil 2 allein lässt sich die genaue Verteilung in der F2 nicht sicher vorhersagen; dafür sind weitere genetische Informationen nötig.

Quellen

[Mendelsche Regeln](https://studyflix.de/biologie/mendelsche-regeln-2650) (StudiFlix)

[1. Mendelsche Regel](https://studyflix.de/biologie/1-mendelsche-regel-uniformitaetsregel-2651) (StudiFlix)

[Die Vererbung der Großsittich – Mutationen](https://www.azvogelzucht.de/content/downloads/regelwerke/Vererbung%20AGZ.pdf) (AZVogelzucht.de)

[Image: Mandy Thiele]

Sittichzucht Mandy Thiele

Gastautorin dieses Beitrages

**[Wissenswertes über den Wellensittich](https://welliathome.de/info/wellensittich/)**

Mandy Thiele vom 28.04.2025

Aktualisiert: 14.08.2026