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title: "Vererbung – Teil 3"
url: "https://welliathome.de/info/wellensittich/grundlagen-der-vererbung/vererbung-teil-3/"
description: "Im Teil 3 der \"Grundlagen der Vererbung\" die Erklärungen zur zweiten Mendelsche Regel - die sogenannte Spaltungsregel."
author: "Mandy Thiele"
published: "2025-04-29T08:04:33+00:00"
modified: "2026-08-14T10:19:50+00:00"
language: "de"
site: "Welli@Home"
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# Vererbung – Teil 3

Source: https://welliathome.de/info/wellensittich/grundlagen-der-vererbung/vererbung-teil-3/

**Kurzfassung**

Zusammenfassung

Der Artikel zu den Grundlagen der Vererbung erklärt die zweite Mendelsche Regel, die sogenannte Spaltungsregel. Sie beschreibt, wie sich bei der Kreuzung von heterozygoten Individuen der F1-Generation die Nachkommen in bestimmten Zahlenverhältnissen hinsichtlich Genotyp und Phänotyp aufteilen. Es werden der dominant-rezessive und intermediäre Erbgang erläutert, mit Beispielen aus der Erbsenzucht und Sittichzucht, zur Verdeutlichung der Vererbungsverhältnisse.

Kernaussagen

Die Spaltungsregel ist die zweite Mendelsche Regel.

Heterozygote F1-Individuen werden miteinander gekreuzt.

Beim dominant-rezessiven Erbgang entstehen phänotypisch 3:1-Verhältnisse.

Im intermediären Erbgang entstehen Genotyp- und Phänotypverhältnisse von 1:2:1.

Veranschaulichung erfolgt durch Kombinationsquadrate.

Beispiele betreffen Erbsen und spezielle Sittich-Mutationen.

*Im **Teil 3** der „Grundlagen der Vererbung“ möchte ich euch die zweite Mendelsche Regel erklären – die sogenannte **[Spaltungsregel](https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelsche_Regeln#Regel_2:_Spaltung)**.*

## Definition

*„Bei einer Kreuzung von heterozygoten Individuen der F1-Generation spalten sich die Nachkommen (F2-Generation) sowohl im Genotyp als auch im Phänotyp auf. Die Aufspaltung der unterschiedlichen Merkmalsformen erfolgt dabei immer nach einem bestimmten Zahlenverhältnis.“*

Mendelsche Regel Nr. 2 (Spaltungsregel)

## Erklärung

Die **zweite Mendelsche Regel** sagt zusammengefasst aus, dass sich bei einer **Verpaarung zweier Individuen der F1-Generation** (die den gleichen Genotyp aufweisen) die **Genotypen **sowie die **Phänotypen **der neuen Generation (F2) **in einem bestimmten Verhältnis aufspalten**.

Das lässt sich wieder super an Mendels Erbsen erklären.

### Dominant-rezessiver Erbgang

Im Modell würde das Ganze so aussehen.

Nachdem man die homozygoten Erbsen aus der Parentalgeneration gekreuzt hat, erhält man in der F1-Generation **heterozygote gelbe Erbsen**.

Kreuzt man diese wiederum miteinander, wird man **genotypisch **immer im Verhältnis 1:2:1 **homozygote gelbe**, **heterozygote gelbe** und **homozygote grüne Erbsen** erhalten.

**Phänotypisch **bekommt man **gelbe und grüne Erbsen** im Verhältnis 3:1.

Etwas übersichtlicher kann man das Ganze im sogenannten Kombinationsquadrat darstellen. Dabei trägt man waagerecht und senkrecht jeweils die einzelnen Allele der Eltern ein und erhält dann durch Kombination dieser die möglichen Nachkommen.

**Ergebnis:**

- Genotyp = ** GG ** / ** G g ** / ** gg ** (1:2:1)
- Phänotyp = ** gelb ** / ** grün ** (3:1)

#### Beispiele bei Sittichen

Die **zweite Mendelsche Regel** kann man beispielsweise wieder auf die Mutation dominant gescheckt anwenden, indem man **zwei einfaktorige Schecken** miteinander verpaart.

Dabei entstehen im **Verhältnis 1:2:1** wildfarbige Vögel, einfaktorige Schecken und doppelfaktorige Schecken.

[Image: Dominant-rezessiver Erbgang bei Sittichen]

[Image: Dominat-rezessive Vererbung bei Sittichen]

***EF**: einfaktorig / **DF**: doppelfaktorig*

### Intermediärer Erbgang

Beim **intermediären Erbgang** liegt das Verhältnis anders als beim dominant-rezessiven Erbgang sowohl im **Genotyp** als auch im **Phänotyp** bei **1:2:1**.

Und auch hier kann man das **Kombinationsquadrat** anwenden, um es etwas übersichtlicher zu gestalten.

**Ergebnis:**

- Genotyp = **rr** / ** r w** / **ww** (1:2:1)
- Phänotyp = **rot** / **rosa** / **weiß** (1:2:1)

#### Beispiele bei Sittichen

Der **Dunkelfaktor **ist auch für die **zweite Mendelsche Regel** ein tolles Beispiel.

Verpaart man **zwei einfaktorig dunkelgrüne** (D Grün) Vögel miteinander, werden im **Verhältnis 1:2:1** grüne, D grüne und DD grüne Vögel entstehen.

**Häufige Fragen**

Was sagt die zweite Mendelsche Regel aus?

Wenn zwei Tiere der F1-Generation miteinander verpaart werden, spalten sich die Merkmale der Nachkommen in bestimmten Verhältnissen auf. Das gilt für den Genotyp und oft auch für den Phänotyp.

Was bedeutet F1 und F2?

F1 ist die erste Nachkommengeneration nach der Ausgangskreuzung. F2 ist die Generation, die entsteht, wenn Tiere aus der F1 miteinander verpaart werden. Genau dort zeigt sich die Spaltungsregel.

Welches Verhältnis entsteht bei einem dominant-rezessiven Erbgang?

Beim Genotyp entsteht meist das Verhältnis **1:2:1**. Beim Phänotyp ist das Ergebnis oft **3:1**. Im Artikel wird das mit gelben und grünen Erbsen erklärt.

Warum sieht man beim Phänotyp oft nur zwei Merkmale?

Weil ein dominantes Merkmal das rezessive überdecken kann. Deshalb können im äußeren Erscheinungsbild weniger Varianten sichtbar sein als im Erbgut.

Was ist ein Kombinationsquadrat?

Es ist eine einfache Übersicht, mit der man mögliche Nachkommen berechnen kann. Dabei trägt man die Allele der Eltern ein und sieht dann, welche Kombinationen entstehen können.

[Unabhängigkeitsregel](https://welliathome.de/info/wellensittich/grundlagen-der-vererbung/vererbung-teil-4/)

Quellen

[Mendelsche Regeln](https://studyflix.de/biologie/mendelsche-regeln-2650) (StudiFlix)

[2. Mendelsche Regel](https://studyflix.de/biologie/2-mendelsche-regel-spaltungsregel-2652) (StudiFlix)

[Image: Mandy Thiele]

Sittichzucht Mandy Thiele

Gastautorin dieses Beitrages

**[Wissenswertes über den Wellensittich](https://welliathome.de/info/wellensittich/)**

Mandy Thiele vom 29.04.2025

Aktualisiert: 14.08.2026