Blausäure

Definition

Blausäure ist ein sehr starkes Gift. Sie kann in manchen Pflanzen und Pflanzenteilen entstehen, wenn diese beschädigt, zerkaut oder verdaut werden. Häufig liegt sie dort zunächst gebunden vor und wird erst bei der Zersetzung freigesetzt.

Funktion

Für Pflanzen dient die gebundene Vorstufe der Blausäure als Schutz vor Fraßfeinden. Werden Blätter, Kerne oder andere Pflanzenteile verletzt, kann daraus Blausäure entstehen.

Problematik

Blausäure verhindert, dass die Körperzellen Sauerstoff richtig zur Energiegewinnung nutzen. Dadurch kann es trotz ausreichender Atmung sehr schnell zu schwerem Sauerstoffmangel im Körper kommen.

Bereits kleine Mengen können für Vögel gefährlich sein. Vergiftungen können plötzlich und schwer verlaufen.

Bedeutung für Wellensittiche

Für Wellensittiche sind Pflanzen oder Pflanzenteile mit Blausäure-Vorstufen grundsätzlich ungeeignet.

Besonders riskant können beispielsweise Blätter, Rinde und Kerne einiger Steinobstgewächse sowie bestimmte Zier- und Wildpflanzen sein.

Vorkommen

Blausäure kann aus sogenannten blausäurebildenden Pflanzen freigesetzt werden. Für die Wellensittichhaltung besonders wichtig sind:

  • Kerne von Apfel, Birne, Kirsche, Pfirsich, Aprikose, Pflaume und anderen Stein- oder Kernobstsorten
  • Leinsamen sowie bestimmte Gräser und Kleearten
  • Blätter und Zweige von Pflaumenarten
Beitrag wurde mit der Unterstützung von KI erstellt.