Wellensittich-Wissen

Grundlegendes Wellensittich-Wissen für Halter

Wellensittich-Wissen kompakt mit Links zu den entsprechenden Artikeln.

Wie bestimmt man das Geschlecht beim Wellensittich?

Um das Geschlecht eines Wellensittichs zu bestimmen, muss man sich die Färbung der Wachshaut (Nasenhaut) anschauen.

  • Hahn: dunkelblau / lila / rosa
  • Henne: weißlich / beige / braun / hellblau mit weißem Saum
  • Farben der Wachshaut zur Geschlechtsbestimmung beim Wellensittich

    Was ist die Mauser und wie läuft sie ab?

    Die Mauser dient der regelmäßigen Erneuerung abgenutzter oder beschädigter Federn.

    Im Gegensatz zu anderen Vögeln1Mauser zu bestimmten Jahreszeiten werden die Federn nacheinander fast über das ganze Jahr hinweg gewechselt, wobei ein Mauserzyklus mit Pausen etwa 9 Monate dauert.

    Federhülsen im Kopfgefieder

    Zuerst lockern sich die entsprechenden Federn und fallen dann aus. Danach bildet sich eine neue Feder, die anfangs in einer Federhülse2dünne Hornschicht steckt und für das Wachstum anfangs noch durchblutet ist. Die fertige Feder enthält dann keine Blutgefäße mehr und ist von der Federhülse befreit.

    Während der Mauser weisen die Wellensittiche einen erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf auf, was bei der Fütterung zu berücksichtigen ist.

    Was muss man beim Freiflug beachten?

    Wellensittiche benötigen jeden Tag mehrere Stunden Freiflug, wobei das Freiflugzimmer aber vorher vogelsicher sein muss.

    Hierzu sind unter anderem folgende Dinge nötig:

    Sicherer Freiflug für Wellensittiche

    Zudem sollte man den Wellensittichen noch entsprechende Landeplätze und Beschäftigungsmöglichkeiten im Zimmer anbieten.

    Wie kann man Krankheiten vorbeugen?

    Um möglichen Erkrankungen vorzubeugen, sollte man auf einige Dinge achten:

    Vorbeugung von Krankheiten bei Wellensittichen

    Welche Möglichkeiten zur Beschäftigung gibt es?

    In der freien Wildbahn sind die australischen Wellensittiche den größten Teil des Tages mit der Futtersuche beschäftigt, die bei der Wohnungshaltung natürlich wegfällt.

    Um Langeweile und die damit verbundenen Verhaltensstörungen zu vermeiden, müssen ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden.
    Möglichkeiten zur Beschäftigung von Wellensittichen
    • Soziale Interaktion mit Artgenossen
    • Landeplätze, Spielmöglichkeiten und Wühlkiste im Freiflugzimmer.
    • Kreativ- und Intelligenzspielzeug
    • Verschiedene Zweige zum Klettern und Beknappern

    Welche Beleuchtung benötigt man für Käfig und Zimmer?

    Käfigbeleuchtung

    Aufgrund der Besonderheiten des Wellensittichauges und der Filterwirkung von Fensterscheiben muss die Käfigbeleuchtung zwei Kriterien erfüllen.

    • Flickerfreiheit: Sittiche können ein Flackern des Lichtes bis 150 Hz wahrnehmen, im Gegensatz zum Menschen, dem bereits Frequenzen oberhalb 50 Hz als flickerfrei erscheinen.
    • UV-Anteil: Zum einen können Sittiche Farben im UV-Bereich wahrnehmen und zum anderen ist dieser für die Vitamin-D3-Produktion in geschlossenen Räumen notwendig.
    Flickertest für Leuchtmittel

    Die Käfigbeleuchtung sollte den Wellensittichen etwa 12 Stunden am Tag zur Verfügung stehen und dabei dem Tag-Nacht-Rhythmus angepasst werden.

    Zimmerbeleuchtung

    Nachdem ein Lichtflackern bei Wellensittichen genauso wie beim Menschen Unruhe und Stress auslöst, sollte auch die Beleuchtung im Zimmer mit dem Käfig flickerfrei sein.

    Warum ist der Federstaub ein Problem?

    Wenn das Horngewebe von Daunenfedern zerfällt, entsteht ein Federpuder, der sogenannte Federstaub.

    Dieser gelangt dann in die Raumluft und wird eingeatmet, was auch bei einigen Menschen allergische Reaktionen, wie Asthmaanfälle oder Hautausschläge, auslösen kann.

    Federstaub als Problem für Mensch und Vogel

    Daher ist es notwendig, regelmäßig zu lüften, auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit (50–60 %) zu achten und einen Luftreiniger mit Hepa-Filter im Zimmer zu verwenden.

    Grundlagen

    • 1
      Mauser zu bestimmten Jahreszeiten
    • 2
      dünne Hornschicht
    • 3
      Bakterienfilm mit Bürste entfernen
    • 4
      Trichomonaden abtöten