Kurzfassung
Körnerfutter für Wellensittiche sollte eine vielfältige Mischung aus verschiedenen Hirsesorten, Grassamen und nur geringen Mengen Ölsaaten enthalten. Handelsübliche Futtermischungen sind oft einseitig und enthalten unerwünschte Zusatzstoffe wie Zucker und Honig. Keimfutter kann den Nährstoffgehalt erhöhen und ist eine sinnvolle Ergänzung. Bestimmte Zutaten und Kräuter sind problematisch und sollten vermieden werden.
Wie schaut eine empfehlenswerte Körnermischung aus?
Eine artgerechte Körnermischung sollte viele verschiedene Hirsesorten mit ausreichend Grassamen und nur wenig oder gar keine Ölsaaten enthalten.
- 5–8 Hirsesorten
- Glanzsaat
- Nackthafer (max. 5%)
- Grassamen (10–20 %)
- Ölsaaten (max. 5%)
- (Wildkräutersamen)
- (getrocknete Kräuter)
Das handelsübliche Körnerfutter hingegen ist meist nicht nur sehr einseitig, sondern enthält oft noch unerwünschte Inhaltsstoffe sowie Zucker, Honig und Öl.
Wozu dient Keimfutter und wie stellt man es her?
Durch den Prozess des Keimens erfahren die Saaten eine Veränderung ihrer Inhaltsstoffe, was zu einer Erhöhung ihres Vitamin- und Nährstoffgehalts sowie zu einer verbesserten Verdaulichkeit führt.
Somit stellt es eine gesunde Ergänzung zum Körnerfutter dar.
- Saaten abwaschen, 2–4 Stunden in Wasser quellen lassen und dieses dann abgießen.
- Täglich 3-mal mit Wasser spülen und dieses wieder abgießen.
- Wenn sich erste Keime bilden, abspülen und verfüttern.
Vor dem Verfüttern muss dieses stets auf Verpilzung und Schimmel überprüft werden.
Welche Körner und Saaten gibt es?
Man unterscheidet kohlenhydratreiche und proteinreiche Samen sowie Ölsaaten. Zudem sind für das Körnerfutter noch Grassamen sowie Wildkräuter- und Gemüsesamen relevant.
- Kohlenhydratreich: Hirse, Glanzsaat, Hafer, Milo, Dari, …
- Ölsaaten: Nigersaat, Kardi, Hanf, Mohn, Leinsamen, …
- Grassamen: Knaulgras, Pagima Green, Raygras, …
- Wildkräuter: Brennnessel, Zichorien, Nachtkerze, …
- Gemüse: Karotte, Sellerie, Spinat, Salat, …
Welche Inhaltsstoffe sind im Wellensittichfutter fragwürdig?
Selbst bei bekannten Anbietern findet man immer wieder fragwürdige Körnermischungen bzw. Inhaltsstoffe, auf die man besser verzichten sollte.
Man sollte bei Körnermischungen stets prüfen, ob folgende fragwürdige Inhaltsstoffe möglicherweise darin enthalten sind:
- Saaten: Leinsamen, Hanf, Mohn, Rübsen
- Kräuter: Zinnkraut1Ackerschachtelhalm, Luzerne, Bärlauch
- Gemüse: Knoblauch, Zwiebeln, Lauch, Schnittlauch
- Sonstiges: Süßholz
Welche Futteranbieter sind transparent?
Nicht immer sind alle Informationen zum Futter, wie Qualität, Herkunft und Lagerung der Rohstoffe sowie die Schädlingsbehandlung, auf der Webseite vorhanden.
Die höchste Transparenz weisen aktuell »Claus Futter« und »Mr. Crumble« auf.
- 1Ackerschachtelhalm





