Zusammenfassung
Der Text gibt eine Übersicht über verschiedene Körner und Saaten in Futtermischungen und ordnet sie nach kohlenhydratreichen Samen, Ölsaaten, Grassamen sowie Gemüse- und Kräutersamen ein. Zu vielen Saaten werden Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratanteile genannt, ergänzt durch Hinweise wie hoher Fettgehalt, besondere Nährstoffe, Eignung für Aufzucht oder mögliche gesundheitliche Risiken bei zu großer Menge.
In den Körnermischungen sind unterschiedliche Körner und Saaten enthalten, aber welche davon enthalten viele Kohlenhydrate und welche sind eher fetthaltig?
Übersicht der Körner und Saaten
- Amarant [4%/9%/14,6%]
- Buchweizen [9%/1,7%/71%]
- Dari [11,6%/4,2%/55,2%] – enthält viel KieselsäureBedeutung: Federwachstum sowie Haut, Nägel, Knochen und Bindegewebes
- Fonio Paddy [9%/1,8%/75%]
- Glanzsaat [15%/6%/56%]
- Grüne Hirse [11,8%/3,7%/68,9%]
- Japanhirse [11%/4%/60%]
- Kanariensaat [15%/6%/56%]
- La Plata Hirse [12%/4%/72,5%]
- Mannahirse [11%/4%/60%]
- Milo [11,6%/4,2%/55,2%]
- Mohairhirse [10,8%/3,7%/60%]
- Nackthafer [14%/ 8%/60%]
- Platahirse [11%/4%/60%]
- Quinoa [13,8%/5%/69,5%] – hoher Anteil an AminosäurenAminosäuren bilden die Grundbausteine aus denen die Proteine bzw. Eiweiße gebildet werden.| Während die essentiellen Aminosäuren über die Nahrung zugeführt werden müssen, kann der Organismus die nicht-essentiellen Aminosäuren selber bilden....
- Rote Hirse [11%/4%/60%]
- Senegalhirse [11%/4%/60%]
- Silberhirse [11%/4%/60%]
- Spitzsaat [15%/6%/56%]
- Zwerghirse (Teff) [9,6%/2%/73%]
- Blaumohn [22%/42%/4,2%] – zuviel gesundheitsschädigend (Rhoeadin)
- Chia [21%/31,4%/4,9%] – hoher Fett- & Proteinanteil
- Gold of Pleasure [27,5%/38%/–] – eher für die Aufzucht geeignet
- Hanf [20%/31%/24%] – fördert Bruttrieb (v.a. bei Hähnen)
- Kardi [27,5%/57,5%/6,5%] – hoher Fett- & Proteingehalt
- Leindottersamen [27,5%/38%/–] – eher für die Aufzucht geeignet
- Leinsamen [24%/32%/15%] – zuviel gesundheitsschädigend (BlausäureStark giftige Substanz, dass das Enzym für die Zellatmung hemmt und zu einem innerem Ersticken führen kann. (oft in Obstkernen enthalten)})
- Mariendistelsamen [20%/27%/32%] – enthalten leberschützenden Wirkstoff Sylimarin
- Nigersaat [21%/42%/12%]
- Perilla [22%/42%/–] – eher für die Aufzucht geeignet (Jungtiere)
- Rübsen [20%/43%/18%] – hoher Fett- & Proteingehalt
- Sesamsaat [19%/51%/13%]
- Delicha – reich an Ballaststoffen und EisenBedeutung: Blut, Energiestoffwechsel und Abwehr von Infektionskrankheiten Mangel: Anämie
- Knaulgras [6%/2%/70%] – relativ fettarme Wildgrasart (Diät)
- Pagima Green
- Raygras – kohlenhydratreich
- Rotschwingel
- Weidelgras[Futterteile:] Blätter, Stängel, Blüten und Samen [6%/2%/70%]
- Wiesenlieschgras
- Wiesenrispengras
- Wiesenschwingel [10,6%/–/–]
- Basilikumsamen
- Brennnessel [22,8%/17,9%/9,8%] – positive Auswirkungen auf das Immunsystem
- Feldsalatsamen
- Fenchelsamen – enthält ätherische ÖleÄtherische Öle sind leicht flüchtige Stoffgemische, die zwar fettlöslich sind, aber selber keine Fette enthalten. Pflanzen mit einem höherem Gehalt nur selten und in geringen Mengen verfüttern.
- Karottensamen
- Kleesamen – fettreich
- Kressesamen – kohlenhydratreich und hoher Anteil an Protein
- Nachtkerzensamen [19,5%/31%/20%] – hoher Anteil an essenziellen FettsäurenDiese sind Bestandteil von Fetten: Gesättigte Fettsäuren: müssen dem Organismus nicht extra zugeführt werden. Ungesättigte Fettsäuren: müssen dem Körper größtenteils über die Nahrung zugeführt werden.
- Petersiliensamen
- Radieschensamen [21,1%/44,7%/29,8%]
- Ruculasamen
- Salatsamen [29%/37%/13%] – hohen Anteil an Fett und Proteinen
- Spinatsamen – sehr kohlenhydratreich
- Zichoriensamen [6,2%/0,5%/83,1%]
Eiweiß / Fett / Kohlenhydrate
Häufige Fragen
Warum können einzelne Zutaten im Wellensittichfutter problematisch sein?
Wellensittiche wiegen nur etwa 40 Gramm. Deshalb können schon kleine Mengen bestimmter Stoffe im Verhältnis zum Körpergewicht hoch sein. Bei vielen Pflanzenstoffen fehlen zudem verlässliche Grenzwerte speziell für Vögel. Die genaue Risikobewertung ist daher oft schwierig.
Welche Zutaten nennt der Artikel als besonders bedenklich?
Der Artikel nennt unter anderem Ackerschachtelhalm, Luzerne, Bärlauch, Knoblauch, Hanf, Leinsamen, Mohn, Süßholz und Zwiebelgewächse wie Lauch oder Schnittlauch. Diese Zutaten können je nach Stoff und Menge gesundheitlich problematisch sein.
Warum ist Leinsamen für Wellensittiche umstritten?
Leinsamen enthält cyanogene GlycosideCyanogene Glycoside sind Pflanzengifte, die im Organismus in hochgiftige Blausäure aufgespaltet werden können.. Diese können im Körper BlausäureStark giftige Substanz, dass das Enzym für die Zellatmung hemmt und zu einem innerem Ersticken führen kann. (oft in Obstkernen enthalten)} freisetzen. Besonders bei geschroteten, gequetschten oder entspelzten Samen kann mehr BlausäureStark giftige Substanz, dass das Enzym für die Zellatmung hemmt und zu einem innerem Ersticken führen kann. (oft in Obstkernen enthalten)} verfügbar werden. Der Artikel nennt als Richtwert höchstens 20 Milligramm Leinsamen pro Tag für einen Wellensittich.
Weshalb sind Zwiebeln, Lauch und Knoblauch ungeeignet?
Zwiebelgewächse enthalten Stoffe, die rote Blutkörperchen schädigen können. Das kann zu einer Hämolyse und dadurch zu einer Blutarmut führen. Dazu zählen zum Beispiel Zwiebeln, Lauch, Lauchzwiebeln, Schnittlauch, Bärlauch und Knoblauch.
Was erschwert die Auswahl einer sicheren Körnermischung?
Bei manchen Mischungen wird nicht angegeben, wie viel einer problematischen Zutat enthalten ist. Ohne Mengenangabe lässt sich kaum beurteilen, welche Dosis ein Wellensittich tatsächlich aufnimmt. Der Artikel kritisiert außerdem, dass umstrittene Zutaten oft durch unbedenkliche Bestandteile ersetzt werden könnten.
Quellen
Körnerfutter für Wellensittiche
Thorsten Hoeppner vom 21.09.2022
Aktualisiert: 14.08.2026



















































