Kurzfassung
Fixationsmethoden dienen dazu, einen Wellensittich zeitweise ruhig zu halten, etwa für die Verabreichung von Medikamenten. Es gibt mehrere Handgriffe, die korrekt angewendet werden sollten, um Stress und Verletzungen zu vermeiden. Der Gesundheitszustand des Vogels muss während der Fixation stets überwacht werden. Bei ersten Anzeichen von Problemen ist sofortiges Freilassen erforderlich.
Allgemein
Unter bestimmten Umständen kann es notwendig werden, den Wellensittich in der Hand zu fixieren, um z. B. Medikamente verabreichen zu können.
Um den Stress möglichst gering zu halten, sollte man die entsprechenden Fixationsmethoden sicher beherrschen.
Für Ziervögel bis zur Größe eines Nymphensittichs sind folgende Fixationsmethoden geeignet:
- Zangengriff
- Scherengriff
- Kappengriff
Welche Fixationsmethoden gibt es?
Die 3 gängigsten Fixationsmethoden für Wellensittiche sind:
- Zangengriff
- Scherengriff
- Kappengriff
Bei allen 3 Fixationsmethoden liegt der Rücken des Vogels jeweils locker in der Handfläche.
Wie funktioniert der Zangengriff?
Beim Zangengriff fixieren Daumen und Zeigefinger den Kopf unterhalb des Kiefergelenks.
Wie funktioniert der Scherengriff?
Beim Scherengriff fixieren Zeigefinger und Mittelfinger den Kopf unterhalb des Kiefergelenks.
Wie funktioniert der Kappengriff?
Beim Kappengriff fixieren Daumen und Mittelfinger den Kopf unterhalb des Kiefergelenks.
Worauf muss man unbedingt achten?
Nachdem Vögel beim Festhalten schnell kollabieren (Kreislaufversagen) können, muss der Zustand des Vogels durchgehend im Blick behalten werden.
Wenn die unten aufgelisteten Anzeichen auftreten, muss der Vogel unbedingt sofort freigegeben werden.
- nachlassende Körperspannung
- Hyperventilation (hohe Atemfrequenz)
- Augen schließen sich
Was ist zu empfehlen?
Bevor man diese Fixationsmethoden an seinen Vögeln ausprobiert, sollte man die entsprechenden Methoden unbedingt erst gründlich an einem Dummy (z. B. Plüschvogel) üben, um unnötigen Stress oder gar Verletzungen zu vermeiden.




