Artgerechte Sitzstangen

Artgerechte Sitzstangen für Wellensittiche

Warum sind handelsübliche Sitzstangen problematisch?

Beim Kauf eines Käfigs liegen diesem entweder gedrechselte Sitzstangen aus Hartholz oder sogar Plastiksitzstangen bei, die längerfristig den Füßen und Gelenken der Wellensittiche schaden.

Welche Nachteile haben Sitzstangen aus Hartholz oder Plastik?

Die mitgelieferten Sitzstangen besitzen eine vollkommen gleichmäßige Struktur und Dicke, womit die Sohlenballen der Füße des Wellensittichs, immer an den gleichen Stellen belastet werden, was über kurz oder lang zu Entzündungen dieser und letztlich zu Sohlenballengeschwüren führen kann.

Hartholzsitzstange

Zudem sind Hartholz- und Plastiksitzstangen nicht nur unnachgiebig, sondern auch an beiden Seiten am Käfig befestigt.

Infolgedessen ist es diesen unmöglich, bei der Landung des Vogels nachzugeben, was zu einer übermäßigen Belastung der Gelenke führt.

Warum sollte man Naturholz-Sitzstangen verwenden?

Aus den oben genannten Gründen sollten die mitgelieferten Sitzstangen umgehend durch artgerechte Sitzstangen aus Naturholz ersetzt werden.

Welche Vorteile haben Naturäste?

Naturäste besitzen nicht nur eine unterschiedliche Dicke, sondern auch eine unebenmäßige Struktur, wodurch beim Sitzen darauf immer wieder andere Stellen des Vogelfußes bzw. Sohlenballens belastet werden.

Naturholz-Sitzstangen werden üblicherweise mit Astschrauben einseitig am Käfiggitter befestigt, womit diese bei der Landung leicht nachfedern können, was deutlich gelenkschonender ist.

Naturholzsitzstange

Des Weiteren wird die Rinde der Naturäste gerne von den Wellensittichen angeknabbert, was zum einen der natürlichen Abnutzung des Schnabels dient und zum anderen dem Vogel zusätzliche Nährstoffe liefert.

Die unterschiedliche Dicke und Struktur der Naturäste unterstützt zudem die natürliche Abnutzung der Krallen.

Wo bekommt man artgerechte Sitzstangen aus Naturholz?

Eine einfache Methode ist es, diese mit entsprechenden Astschrauben und Ästen aus dem Garten leicht selbst herzustellen.

  • Artgerechte Sitzstangen aus Naturholz (DIY)
  • Sitzstange und Astschraube

    Man kann diese aber auch bei Anbietern von artgerechtem Käfigzubehör erwerben:

    Vogeltraum
    Vogelgaleria
    VogelKing
    Gesundheitsschädliche Sitzstangen
    Im Handel werden immer noch Sitzstangen mit Sandpapierüberzug oder Ähnlichem zur „Krallenabnutzung“ angeboten. Anstatt die Krallen effektiv zu kürzen, schaden diese den Vogelfüßen mehr und führen zwangsläufig zu Reizungen und Entzündungen der Sohlenballen.
    Häufige Fragen
    Warum sind artgerechte Sitzstangen wichtig?
    Artgerechte Sitzstangen entlasten die Füße und Gelenke von Wellensittichen. Sie fördern außerdem natürliches Verhalten und können helfen, Druckstellen zu vermeiden.
    Warum sind die mitgelieferten Standardstangen oft ungeeignet?
    Viele Standardstangen sind gleichmäßig und hart. Das kann die Füße immer an denselben Stellen belasten und die Gesundheit der Fußsohlen verschlechtern.
    Welches Material ist besser geeignet?
    Empfohlen werden Naturäste oder Sitzstangen aus unbehandeltem Holz. Sie haben eine unregelmäßige Oberfläche und unterschiedliche Dicken.
    Warum sind unterschiedliche Dicken sinnvoll?
    Unterschiedliche Durchmesser sorgen dafür, dass die Füße nicht immer gleich belastet werden. Das ist natürlicher und angenehmer für den Vogel.
    Sollten Sitzstangen immer ganz glatt sein?
    Nein. Eine leicht unregelmäßige, natürliche Struktur ist besser. Sandpapier-Überzüge gelten als schädlich für die Vogelfüße.
    Nutzen Naturäste auch dem Schnabel?
    Ja. Das Benagen der Rinde kann die Schnabelpflege unterstützen. Der Artikel nennt außerdem mögliche positive Nährstoffe in der Rinde.
    Kann man Sitzstangen selbst bauen?
    Ja, das ist möglich. Laut Artikel eignen sich Naturäste mit passender Befestigung, zum Beispiel mit Astschrauben.
    Was ist beim Austausch der Stangen zu tun?
    Die vorhandenen Standardstangen sollten nach dem Artikel möglichst durch artgerechte Naturholzstangen ersetzt werden.
    Quellen

    Haltung & Pflege

    Thorsten Hoeppner vom 07.07.2026
    Aktualisiert: 15.08.2026