Krankheiten: Bauchspeicheldrüse

Kot bei Erkrankung der Bauchspeicheldrüse

Allgemein

Die Bauchspeicheldrüse, medizinisch Pankreas, produziert unter anderem Verdauungsenzyme für Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate. Bildet der exokrine Teil des Organs zu wenige dieser Enzyme, kann der Wellensittich seine Nahrung nicht ausreichend verdauen und verwerten. Diese exokrine Pankreasinsuffizienz ist bei Vögeln selten, kann aber auch Wellensittiche betreffen.

Symptome

Das Hauptsymptom ist eine „puffreisähnliche“ Beschaffenheit des Kotes des Vogels.

Obwohl die Patienten ungeheure Mengen fressen, magern diese stark ab und sondern deutlich mehr Kot ab als ein gesunder Vogel.

Die Konsistenz des Kotes ist krümelig und eher weich mit einer größtenteils kalkweißen Farbe. Zudem enthält der abgesonderte Kot große Mengen an unverdauter Stärke und auch Fett, was auch die Abmagerung erklärt.

Kot bei Erkrankung der Bauchspeicheldrüse

Ursachen

Probleme mit der Bauchspeicheldrüse können entstehen, wenn das Drüsengewebe geschädigt wird oder die Abgabe der Verdauungsenzyme in den Darm gestört ist.

Mögliche Ursachen sind:

  • Verkleinerung der Bauchspeicheldrüse
  • Entzündungen oder abgestorbenes Gewebe
  • Tumore
  • Zinkvergiftung

Auch andere Erkrankungen können die Bauchspeicheldrüse beeinträchtigen.

Diagnose

Die Diagnose lässt sich nicht allein am Aussehen des Kotes stellen. Wichtig sind auch die Vorgeschichte, die Untersuchung des Vogels, die Entwicklung des Körpergewichts und eine Untersuchung des Kotes.

Je nach Ergebnis können zusätzlich Blutuntersuchungen, Röntgenaufnahmen oder andere Untersuchungen notwendig sein.

Bei der Kotuntersuchung kann unter anderem geprüft werden, ob der Kot ungewöhnlich viel Fett oder Stärke enthält. Dafür können spezielle Färbemethoden eingesetzt werden.

Behandlung

Ein deutlich abgemagerter oder geschwächter Wellensittich muss zunächst untersucht und stabilisiert werden. Je nach Zustand kann es notwendig sein, Flüssigkeit, Energie und wichtige Nährstoffe zu geben.

Nachdem häufig Bakterien an der Erkrankung beteiligt sind, werden in der Regel zuerst Antibiotika verordnet. Hinzu kommt eine Schmerztherapie.

Als weitere Behandlung erhalten die erkrankten Vögel Weichfutter, dem vorher Pankreasenzyme zugesetzt wurden. Durch die Enzyme wird die Nahrung vorverdaut, wodurch diese vom Organismus verwertet werden kann.

Wie lange die Verdauungsenzyme gegeben werden müssen, hängt von der Ursache und dem Ausmaß der Schädigung der Bauchspeicheldrüse ab. Eine Verbesserung des Kotes und eine Gewichtszunahme können darauf hinweisen, dass die Behandlung wirkt.

Bei einer irreversiblen Schädigung ist allerdings eine lebenslange Enzymsubstitution notwendig.

Überarbeitet und mit neuen Quellen ergänzt mittels KI.

Häufige Fragen
Was ist bei einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse das Hauptproblem?
Die Bauchspeicheldrüse arbeitet nicht mehr richtig. Dadurch wird der Kohlenhydratstoffwechsel gestört, was für den Vogel schwerwiegende Folgen haben kann.
Woran erkennt man die Krankheit am Kot?
Der Kot wirkt oft „puffreisähnlich“. Er ist krümelig, eher weich und meist kalkweiß.
Warum magern betroffene Vögel trotz gutem Fressen ab?
Sie fressen zwar viel, können die Nahrung aber nicht gut verwerten. Im Kot sind oft unverdauter Stärke und Fett enthalten.
Produzieren betroffene Vögel mehr Kot?
Ja, häufig setzen sie deutlich mehr Kot ab als gesunde Vögel .
Welche Behandlung wird zuerst genannt?
Oft werden zuerst Antibiotika gegeben, weil häufig Bakterien beteiligt sind. Dazu kommt eine Schmerztherapie.
Was ist Weichfutter mit Enzymen?
Das ist Futter, dem Pankreasenzyme zugesetzt werden. Diese Enzyme helfen, die Nahrung vorzubereiten, damit der Körper sie besser nutzen kann.
Wozu dient die zweite Kotkontrolle nach zwei Wochen?
Nach dem Weglassen der Enzyme wird der Kot noch einmal geprüft. So kann man sehen, ob sich die Situation gebessert hat.
Muss die Enzymgabe immer nur vorübergehend sein?
Nein. Wenn die Schädigung nicht rückgängig gemacht werden kann, ist eine lebenslange Enzymsubstitution nötig.
Quellen
Weitere Informationen

Übersicht der Krankheiten

Thorsten Hoeppner vom 20.01.2026
Aktualisiert: 09.08.2026