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Ständer (Beine)

Ständer (Beine) des Wellensittichs
Ein „Ständer“ ist beim Wellensittich der sichtbare Fuß einschließlich des unteren Beinabschnitts mit Zehen und Krallen. Er gehört zu den Hintergliedmaßen und ist anatomisch hochspezialisiert für Greifen, Klettern und sicheres Sitzen.

Definition

Als Ständer bezeichnet man beim Wellensittich den Fuß bzw. die Füße, also den unter dem Gefieder sichtbaren Teil der Beine mit Lauf, Zehen und Krallen. Der eigentliche Oberschenkel liegt größtenteils im Körper und ist vom Gefieder verdeckt; sichtbar sind vor allem Lauf und Zehen.

Aufbau des Ständers

Der Ständer besteht aus:

  • dem Laufbein (Tarsometatarsus) als knöchernem Anteil des unteren Beins,
  • vier Zehen je Fuß, davon zwei nach vorn und zwei nach hinten (zygodactyle Zehenstellung, typisch für Papageienvögel)
  • den Krallen, die aus hartem Krallenhorn bestehen und auf dem knöchernen Krallenbein sitzen.

Die Krallen wachsen wie der Schnabel kontinuierlich und sind teilweise durchblutet, weshalb beim Kürzen besondere Vorsicht nötig ist.

Funktion

  • Ständer tragen das Körpergewicht des Vogels im Stand und beim Schlafen; Wellensittiche schlafen überwiegend auf den Füßen.
  • Durch die Zygodactylie und die kräftige Muskulatur können sie Äste und Sitzstangen sicher umgreifen, klettern und sich auch im Schlaf festhalten, ohne abzustürzen.
  • Der Ständer dient außerdem als Tast- und Greiforgan beim Fortbewegen auf Ästen und beim Klettern im Käfig oder Vogelzimmer.

Relevanz für die Haltung

  • Geeignete Sitzstangen mit unterschiedlichen Durchmessern und Oberflächen sind wichtig, um eine natürliche Belastung der Ständer zu ermöglichen und Druckstellen, Fehlstellungen oder Arthrose vorzubeugen.
  • Da Krallen am Ständer ständig wachsen und nur teilweise durchblutet sind, müssen sie bei fehlender natürlicher Abnutzung fachgerecht gekürzt werden, idealerweise durch einen vogelkundigen Tierarzt.
  • Veränderungen am Ständer (Schwellungen, Rötungen, Fehlstellungen, Druckstellen, Verletzungen der Krallen) sind häufige Hinweise auf Gesundheitsprobleme und sollten frühzeitig tierärztlich abgeklärt werden.
Quellennachweis
  • Matthias Hakemeyer: „Notfälle in der Vogelhaltung“, S. 10
  • Basierend auf diesem mit KI erstellt.

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