Zusammenfassung
Früher naschten zahme Wellensittiche beim Freiflug oft am Tisch und gewöhnten sich an menschliche Speisen wie Butter, Schinken, Sauerkraut, Bratensauce oder Fleisch. Nach heutigen Erkenntnissen ist das gefährlich, da menschliche Nahrung, besonders salzhaltige Speisen, für Wellensittiche giftig sind. Stattdessen sollten Wellensittiche nur geeignete Leckereien wie Kolbenhirse, Salatgurke oder Wildkräuter bekommen, während menschliche Nahrung strikt tabu ist.
Wie unterscheiden sich die Tipps von früher von den Erkenntnissen von heute?
Im zweiten Teil „Naschen beim Freiflug“1J. Weege und B. Ragotzi: „Wellensittich – Wundervogel“, S. 95.
„Wenn hier die Ernährung des zahmen Vogels betont wird, so soll die immer und immer wiederkehrende Frage der Besitzer eines viel in Freiheit gehaltenen Wellensittichs gleich im Anfang beantwortet werden: Schadet es ihm nichts, wenn er an allem nascht, was auf den Tisch kommt?“ […]
„An was aber so ein zu jeder Mahlzeit mit am Tische erscheinender Wellensittich sich alles im Lauf der Zeit gewöhnen kann, ist kaum für möglich zu halten.“
„Manche naschen mit wahrer Leidenschaft Butter, andere lieben Schinken. Wieder andere schnabulieren gierig am Sauerkraut. Etwas Bratensauce ist der ersehnte Hochgenuß von Jockel, ein Stückchen Bratenfleisch die ganze Sehnsucht.“
Naschen von menschlicher Nahrung
Die Wellensittiche von menschlicher Nahrung naschen zu lassen, ist definitiv keine gute Idee, wie wir heute wissen.
Ein Grund hierfür ist z. B., dass (zu viel) Kochsalz für Wellensittiche giftig ist, da diese überschüssiges Salz im Gegensatz zum Menschen nicht „ausschwitzen“ können.
Es führt nicht nur zu zentralnervösen Störungen2Aufregung, Zittern, Verdrehen des Kopfes, unkoordinierte Bewegungen, sondern kann bei einer schweren bzw. chronischen Vergiftung sogar zum Tod führen.
Der einzig richtige Weg ist es definitiv, den Wellensittichen zum Naschen Kolbenhirse, Salatgurke oder Wildkräuter anzubieten. Menschliche Nahrung hingegen ist und bleibt in jedem Fall ein „No-Go“.
Früher & Heute – 12 Goldene Regeln
- 1J. Weege und B. Ragotzi: „Wellensittich – Wundervogel“, S. 95
- 2Aufregung, Zittern, Verdrehen des Kopfes, unkoordinierte Bewegungen

