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Erkrankungen des Gehirns

Erkrankungen des Gehirns beim Wellensittich
Erkrankungen des Gehirns beim Wellensittich zeigen sich oft durch Torkeln, Kopfverdrehung, Krämpfe oder Bewusstseinsstörungen. Ursachen reichen von Verletzungen und Vergiftungen bis zu Infektionen und Mängeln. Schnelle Hilfe durch vogelkundige Tierärzte ist entscheidend.

Definition

Der Begriff „Erkrankungen des Gehirns“ beschreibt Störungen im Gehirn und den zugehörigen Nervenbahnen. Sie können plötzlich oder schleichend auftreten. Die sichtbaren Anzeichen ähneln sich häufig, obwohl die Auslöser sehr verschieden sein können.

Symptome

Typisch sind Störungen der Bewegung und Orientierung. Der Wellensittich kann unsicher sitzen, von der Stange fallen oder Landeplätze beim Freiflug verfehlen.

Weitere mögliche Anzeichen sind:

  • Torkeln, Umkippen oder Kreiseln
  • Schiefhalten oder starkes Verdrehen des Kopfes
  • Zittern, unkontrollierte Bewegungen oder Krampfanfälle
  • Plötzliches Herabfallen mit Flügelschlagen und ungewöhnlichen Lauten
  • Benommenheit, Orientierungslosigkeit oder Bewusstseinsverlust
  • Auffällige Sehstörungen oder starre Pupillen

Ursachen

Mögliche Ursachen sind:

  • Entzündungen durch Krankheitserreger, etwa Bakterien, Viren oder Parasiten
  • Vergiftungen, beispielsweise durch Blei, Zink, Nikotin, Koffein oder zu viel Salz
  • Verletzungen nach einem Unfall, etwa nach dem Aufprall gegen eine Fensterscheibe
  • Schäden an Leber, Nieren, Herz oder Blutgefäßen
  • Mangel an Vitamin B oder Kalzium
  • Wucherungen im Kopfbereich

Diagnose

Zuerst werden Vorgeschichte und Haltung abgefragt, wie etwa Unfälle, mögliche Giftquellen, Futter, Veränderungen im Verhalten und bisherige Erkrankungen.

Danach folgt eine möglichst stressarme Allgemein- und Nervenuntersuchung.

Je nach Zustand und Verdacht können außerdem Blut- und Kotproben, Röntgenaufnahmen sowie weiterführende Bilder des Kopfes erforderlich sein.

Blutwerte können unter anderem auf Entzündungen, Organprobleme, Mangelzustände oder Schwermetalle hinweisen.

Therapie

Die Behandlung einer Erkrankung des Gehirns richtet sich immer nach der Ursache. Bei einem Mangel können beispielsweise Vitamin B oder Kalzium gegeben werden.

Bei einer bakteriellen Entzündung kommen geeignete Medikamente infrage.

Vergiftungen, Verletzungen und Wucherungen benötigen jeweils eine eigene, tierärztlich festgelegte Behandlung.

Bis zum Transport sollte der Vogel ruhig, dunkel und sturzsicher untergebracht werden, zum Beispiel in einer kleinen Transportbox mit weicher Unterlage. Nicht zum Fliegen zwingen und nicht unnötig anfassen. Keine Wärmebestrahlung anwenden, da sie bei Gehirnerkrankungen den Zustand verschlechtern kann.

Quellennachweis
  • Doris Quinten: „Ziervogelkrankheiten“, S. 106f.
  • Basierend auf diesem mit KI erstellt.
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