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Federlinge

Federlinge bei Wellensittichen
Federlinge sind kleine Parasiten im Gefieder von Wellensittichen. Sie verursachen Juckreiz, Unruhe und angefressene Federn. Eine sichere Diagnose und Behandlung erfolgen durch einen vogelkundigen Tierarzt.

Definition

Federlinge sind kleine, flügellose Parasiten, die dauerhaft im Gefieder leben. Sie fressen Hautschuppen und Teile der Federn, legen ihre Eier an der Federbasis ab und können das Federkleid deutlich schädigen.

Symptome

Typisch sind Federn, die angefressen, löchrig oder wie durchgescheuert aussehen. Besonders auffällig können beschädigte Schwung- und Schwanzfedern sein.

Weitere mögliche Anzeichen:

  • Häufiges Putzen und Kratzen durch Juckreiz
  • Unruhe, vor allem in Ruhephasen
  • Schlechter Schlaf und dadurch Müdigkeit
  • Struppiges oder ungepflegt wirkendes Gefieder
  • Ein starker Befall kann das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen, weil der Wellensittich dauerhaft gestört wird.

Diagnose

Federlinge sind grundsätzlich mit bloßem Auge erkennbar, aber leicht zu übersehen: Sie sind sehr klein, bewegen sich schnell, meiden Licht und können farblich zum jeweiligen Gefieder passen. Deshalb verschwinden sie oft sofort wieder zwischen den Federn.

Am besten untersucht ein vogelkundiger Tierarzt das Gefieder sorgfältig. Dabei sollte auch abgeklärt werden, ob statt Federlingen eine andere Ursache für die Gefiederschäden vorliegt, etwa Milben, Mauserprobleme oder krankhaftes Rupfen.

Therapie

Da Federlinge auf den Federn leben, wird in der Regel ein für Ziervögel geeignetes Puder mit Pyrethrum verwendet. Tropfen in den Nacken sind hierfür meist weniger wirksam.

  • Das Puder besonders vorsichtig auf die Unterseiten der Federn geben, denn dort halten sich Federlinge bevorzugt auf.
  • Augen, Schnabel, Nasenöffnungen und Atemwege unbedingt aussparen.
  • Bei mehreren Wellensittichen müssen alle Kontakttiere tierärztlich beurteilt und gegebenenfalls gleichzeitig behandelt werden.
  • Käfig, Sitzstangen, Näpfe und häufig genutzte Gegenstände gründlich reinigen und ausgefallene Federn zeitnah entfernen.

Keine Selbstbehandlung mit ungeeigneten Insektensprays oder Mitteln für Hunde, Katzen oder Haushaltsinsekten. Sie können für Wellensittiche gefährlich sein.

Quellennachweis
  • Doris Quinten: „Ziervogelkrankheiten“, S. 52
  • Artikel: Federlinge
    Basierend auf diesem mit KI erstellt.
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