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Nierenentzündung

Nierenentzündung beim Wellensittich
Eine Nierenentzündung beim Wellensittich kann sich durch viel Flüssigkeit um den Kot, verstärkten Durst und Mattigkeit zeigen. Sie ist ein Notfall: Nur eine vogelkundige Praxis kann die Ursache klären und die passende Behandlung beginnen.

Definition

Eine Nierenentzündung ist eine schwere Erkrankung, bei der die Nieren geschädigt werden können. Sie wird häufig durch Bakterien ausgelöst und benötigt rasch eine Untersuchung in einer vogelkundigen Tierarztpraxis. Unbehandelt kann die Nierenfunktion dauerhaft beeinträchtigt werden.

Symptome

Auffällig ist vor allem eine Veränderung der Ausscheidungen: Der dunkle Kotanteil liegt in einer großen Pfütze aus klarer Flüssigkeit. Der normalerweise sichtbare weiße Anteil fehlt teilweise oder ganz.

Weitere mögliche Anzeichen sind:

  • Der Wellensittich trinkt deutlich mehr als gewöhnlich.
  • Er setzt ungewöhnlich viel Flüssigkeit ab.
  • Das Gefieder um die Ausscheidungsöffnung kann weißlich verschmiert sein.
  • Der Vogel frisst schlechter, wirkt aufgeplustert, schläft mehr und ist weniger aktiv.
  • Durch den Verlust von Flüssigkeit und Mineralstoffen kann er schwach wirken oder Kreislaufprobleme entwickeln.

Diagnose

Der Tierarzt kontrolliert zunächst Allgemeinzustand, Gewicht und Bauchbereich.

Je nach Befund können Kot- und Urinproben untersucht, Blutwerte bestimmt und Röntgenbilder angefertigt werden. Damit lässt sich einschätzen, ob die Nieren vergrößert oder geschädigt sind und ob Bakterien die Ursache sein könnten.

Erst nach dieser Untersuchung kann die Behandlung gezielt ausgewählt werden.

Therapie

Bei einer durch Bakterien verursachten Nierenentzündung verordnet die Tierarztpraxis ein passendes Medikament gegen die Erreger. Die Auswahl richtet sich möglichst nach dem nachgewiesenen Erreger, damit die Behandlung wirksam ist und die Nieren zusätzlich möglichst wenig belastet werden.

Zusätzlich kann der Vogel Flüssigkeit und Mineralstoffe benötigen, etwa über eine medizinische Flüssigkeitsgabe. Wärme, Ruhe und eine leicht erreichbare Wasserstelle unterstützen ihn während der Behandlung. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitamin A kann sinnvoll sein, wenn zuvor ein Mangel bestand.

Quellennachweis
  • Doris Quinten: „Ziervogelkrankheiten“, S. 99f.
  • Basierend auf diesem mit KI erstellt.
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