Megabakteriose
Definition
Die Megabakteriose wird auch „Going-light-Syndrom“ genannt. Auslöser ist ein Hefepilz, der vor allem die Magenwand besiedelt und die Verdauung stört. Betroffene Wellensittiche können deshalb trotz gutem oder sogar gesteigertem Appetit abnehmen.
Ein Vogel kann den Erreger in sich tragen, ohne sichtbar krank zu sein. Beschwerden treten häufig schubweise auf. Phasen mit deutlichen Krankheitszeichen können sich mit scheinbar beschwerdefreien Zeiten abwechseln.
Belastungen wie Stress, Mangelernährung oder andere Erkrankungen können einen Schub begünstigen.
Symptome
Typische Anzeichen einer Megabakteriose sind:
- Gewichtsverlust trotz Fresslust
- Aufgeplustertes Gefieder und verminderte Aktivität
- Hochwürgen, Erbrechen oder Ausspucken von Körnern
- Durchfall oder veränderter Kot
- Unverdaute Körner im Kot, besonders bei fortgeschrittener Erkrankung
- Auffällig häufige Aufnahme von Sand oder Grit
Diagnose
Meist wird frischer Kot unter dem Mikroskop untersucht. Zusätzlich können Abstriche aus dem Kropf oder weitere Untersuchungen sinnvoll sein.
Ein einzelner unauffälliger Kotbefund schließt die Erkrankung nicht sicher aus, da der Pilz nicht ständig mit dem Kot ausgeschieden wird. Deshalb sind Kotproben von mehreren Tagen oder wiederholte Untersuchungen oft aussagekräftiger.
Therapie
Megabakteriose ist nicht vollständig heilbar, aber häufig gut kontrollierbar.
Die Behandlung erfolgt mit einem verschreibungspflichtigen Mittel gegen Pilze, meist mit dem Wirkstoff Amphotericin B. Antibiotika helfen gegen diese Erkrankung grundsätzlich nicht.
Eine eigenmächtige Behandlung mit Medikamenten, angesäuertem Trinkwasser oder Futterzusätzen ist nicht empfehlenswert.
