Gunnar oder Glück im Unglück
Es war schon dunkel und kalt, als unsere Lehrerin mit ihrem Hund Fina spazieren ging. An einem Busch blieb Fina stehen und schnüffelte interessiert. Als unsere Lehrerin genauer hinschaute, entdeckte sie einen Wellensittich, der verletzt auf dem Boden saß. Sie nahm ihre Mütze, wickelte den Vogel ein und nahm ihn mit nach Hause. Dort setzte sie ihn unter einen umgedrehten Einkaufskorb. Schnell ist sie nochmal losgefahren, um Vogelfutter zu kaufen.
Der Wellensittich, er heißt inzwischen Gunnar, konnte nur auf dem Bauch liegen und nicht auf seinen Beinen stehen. Deshalb ging unsere Lehrerin am nächsten Tag mit ihm zum Tierarzt. Der hat gesehen, dass ein Bein gebrochen und das andere verletzt war. Unsere Lehrerin fragte den Tierarzt, ob er Gunnar nicht einschläfern kann. Doch der sagte: „Nein, wir geben ihm noch eine Chance!“ Er gab ihm eine Spritze gegen die Schmerzen und Medizin, die er weiter bekommen sollte.
Inzwischen war Montag und unsere Lehrerin fragte ihre Kollegen in der Schule, ob sie jemanden wissen, der sich mit Wellensittichen auskennt. So kam Gunnar zu Thorsten, der ist ein Wellensittichexperte und hat schon 6 Wellensittiche. Thorsten setzte ihn zuerst in einen Käfig, damit er sich an die anderen Vögel gewöhnt. Er gab ihm auch immer seine Medizin.
Nun ging es Gunnar jeden Tag etwas besser. Bald schon konnte er seine Beine wieder benutzen und auf einem Ast sitzen. Inzwischen braucht er den Käfig nicht mehr und darf mit seinen Freunden frei im ganzen Zimmer fliegen. Er hat sehr viel Spaß!
Und … Gunnar hat sich verliebt in Jule!
Thorsten schickt fast jeden Tag ein Bild und unsere Lehrerin zeigt es uns unter der Dokumentenkamera.
Du hast echt Glück gehabt, Gunnar!











