Kokzidien und Spulwürmer können bei Wellensittichen die Darmwand schädigen, Nährstoffe entziehen und giftige Stoffwechselprodukte abgeben. Kokzidien siedeln in der Dünndarmschleimhaut; ihre Diagnose ist schwierig und erfordert eine mehrtägige Kotprobe. Die Behandlung erfolgt meist mit Sulfonamidpräparaten. Spulwürmer können zu Darmverschluss führen, ihre Eier sind im Kot nachweisbar, und die Therapie erfolgt stufenweise mit Antiparasitika.
Allgemeines zu Darmparasiten
Diese stellen eine dreifache Gefahr für den Wellensittich dar:
- Schädigung der Darmwand
- Abmagerung und Mangelerscheinung durch Entzug von Nährstoffen
- giftige Stoffwechselprodukte
Kokzidien
Kokzidien sind einzellige Parasiten, die sich in der Dünndarmschleimhaut ansiedeln.
Diagnose
Therapie
Die Behandlung erfolgt mit Sulfonamidpräparaten nach folgendem Schema:
- 3 Tage Behandlung
- 2 Tage Pause (Vitamingabe)
- 3 Tage Behandlung
Es empfiehlt sich, das Medikament in Wasser aufzulösen und dieses über den Tag verteilt direkt in den Kropf zu geben, um sicherzustellen, dass der Wellensittich genug des Wirkstoffes aufnimmt.
Um eine Neuinfektion zu verhindern, sollte der Käfig mit kochendem Wasser bzw. einem Dampfstrahler gereinigt werden.
Spulwürmer
Spulwürmer leben im Dünndarm der Vögel und können sich so stark vermehren, dass sie einen Darmverschluss verursachen.
Die Eier der Parasiten werden mit dem Kot ausgeschieden und können darin monatelang überleben und damit auch übertragen werden.
Diagnose
Die Eier des Spulwurmes sind bei einer mikroskopischen Untersuchung des Kots gut zu erkennen.
Therapie
Dem Wellensittich wird ein Antiparasitika direkt in den Kropf eingegeben.
Bei einem vermuteten Massenbefall muss die Entwurmung aber in Stufen, beginnend mit einer niedrigen Dosierung, erfolgen, da sonst zu viele Parasiten auf einmal absterben, zu einem Knäuel verklumpen und somit zu einem Darmverschluss führen können.
Die Behandlung dauert in der Regel 5 Tage und muss nach 2 Wochen wiederholt werden.
Weitere Informationsquellen:
- 1eiähnliche Dauerform


