Gelenkgicht entsteht meist durch eine Nierenerkrankung, infolge der Harnsäure nicht ausreichend aus dem Blut entfernt wird. Die Harnsäure lagert sich als Kristalle in Gelenken und Organen ab und führt zu schmerzhaften Knötchen unter der Haut. Die Behandlung fokussiert sich auf die zugrunde liegende Nierenerkrankung, Schmerzmanagement und unterstützende Maßnahmen für den betroffenen Vogel.
Allgemein
Diese ist die Folge einer Nierenerkrankung, wodurch die Stoffwechselschlacke nur noch unzureichend aus dem Blut gefiltert wird.
Anstatt vollständig ausgeschieden zu werden, lagert sich die nun im Blut angereicherte Harnsäure in Gelenken und Organen in Form von Kristallen ab.
In der Nähe der Gelenke bilden sich somit die typischen Knötchen.
Symptome
Unter der Haut bilden sich in der Nähe der Gelenke schmerzhafte weiße Knötchen.
Diese können auch aufbrechen und dabei eine weißliche, bröckelige Masse (Harnsäurekristalle) absondern.
Zusätzlich können die Gliedmaßen geschwollen und rotviolett verfärbt sein.
Therapie bei Gelenkgicht
Die Gicht selbst ist praktisch nicht heilbar.
Somit muss in erster Linie die Nierenerkrankung behandelt werden, die in der Regel die Hauptursache für diese darstellt.
Der Tierarzt verabreicht dafür eine hohe Dosis Vitamin A, viel Flüssigkeit (notfalls als Infusion) und versucht mit geeigneten Mitteln, die Nierenfunktion anzuregen.
Zusätzlich erhält der Vogel ein Schmerzmittel und der Halter sollte diesem im Käfig gepolsterte Sitzstangen zur Verfügung stellen.
Bei einer bestimmten Größe können die Gichtknoten auch chirurgisch geöffnet und entleert werden, wofür allerdings eine Narkose notwendig ist.
