Parasiten: Rote Vogelmilbe

Rote Vogelmilbe

Die Rote Vogelmilbe ist ein nachtaktiver Parasit (Blutsauger), der sich tagsüber in dunklen Ritzen u.ä. versteckt und somit nicht auf dem Wellensittich selbst lebt.

Kurzfassung
Zusammenfassung

Die Rote Vogelmilbe ist ein nachtaktiver Parasit, der sich tagsüber in Verstecken im Käfig aufhält und nachts Wellensittiche befällt. Typische Symptome sind nächtliche Unruhe und erhöhter Tagesschlaf. Behandlung umfasst die Reinigung und Desinfektion des Käfigs und die gezielte Behandlung der Vögel.

Kernaussagen
  • Nachtaktiver Blutsauger, versteckt sich tagsüber.
  • Erkennbar durch Test mit weißen Tüchern oder Papier.
  • Symptome: nächtliche Unruhe, tagsüber vermehrtes Schlafen.
  • Behandlung: Pyrethrum-Puder oder Spot-On-Präparate für Vögel.
  • Käfig und Zubehör gründlich reinigen und ggf. mehrmals behandeln.
  • Naturäste vor Verwendung sterilisieren, um Einschleppung zu verhindern.
  • Symptome

    Die Wellensittiche zeigen eine starke Unruhe in der Nacht und schlafen zudem häufiger tagsüber.

    Diagnose

    Die Tatsache, dass sich die Rote Vogelmilbe tagsüber versteckt und deren rote Farbe, kann man leicht für eine Diagnose nutzen:

    • Sitzstangen oder anderes Käfigzubehör am Tag über einem weißen Tuch oder Papier ausklopfen
    • Weißes Tuch am Abend für die Nacht über den Käfig hängen
    • zusammengeknüllte weiße Tücher (z.B. Papiertaschentücher) über Nacht in die Ecken des Käfigs legen

    Bei der Kontrolle bilden die Vogelmilben durch ihre Farben einen guten Kontrast zum Weiß des Tuches bzw. Papiers und sind somit gut zu erkennen.

    Rote Vogelmilbe
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    Therapie für Rote Vogelmilbe

    Die Wellensittiche selbst werden mit einem pyrethrumhaltigen Puder oder auch mit einem Spot-On behandelt.

    Viel wichtiger ist allerdings das Abtöten der Roten Vogelmilbe in ihren Verstecken im Käfig.

    1. Alle Wellensittiche in einen anderen Raum ausquartieren (giftige Dämpfe!)
    2. Gesamte Einrichtung aus dem Käfig entfernen und entsorgen oder sterilisieren oder mit geeigneten Insektiziden behandeln.
    3. Den Käfig mit einem entsprechenden Spray (v.a. Ritzen, Ecken usw.) und ggf. das Umfeld dieses behandeln.
    4. Nach ca. 2 Stunden den Käfig und ggf. andere Gegenstände gründlich abwaschen, um so die Reste vom giftigen Insektizid zu entfernen.

    Je nach der aktuellen Umgebungstemperatur muss dieser Vorgang wiederholt werden, um neu geschlüpfte Larven auch abzutöten:

    • ca. 12 °C: nach 12 Tagen
    • ca. 20 °C: nach 7 Tagen
    • > 20 °C: nach 5 Tagen

    Selbst gesammelte Äste
    Es ist durchaus möglich, mit frisch gesammelten Ästen aus der Natur die Rote Vogelmilbe einzuschleppen. Um das zu verhindern, ist es ratsam, diese vor der Verwendung als Sitzstange oder Bastelmaterial ein paar Minuten in kochendes Wasser zu legen oder bei 100 °C im Backofen zu sterilisieren.
    Quellen
  • Doris Quinten: „Ziervogelkrankheiten“, S. 61f.
  • V. Kostka & M. Bürkle: „Basisversorgung von Vogelpatienten“, S. 104f.
  • Weitere Informationsquellen: