Tumore an den weiblichen Geschlechtsorganen sind bei lebenden Wellensittichen nur schwer zu diagnostizieren. Hodentumore hingegen findet man bei männlichen Tieren recht häufig.
Tumore an den weiblichen Geschlechtsorganen von Wellensittichen sind schwer zu diagnostizieren. Symptome zeigen sich durch gestörte Darmfunktion, veränderte Kotportionen, Umfärbung der Wachshaut bei Hähnen und eine Vorwölbung des Bauchs. Die Diagnose erfolgt meist per Röntgenkontrastaufnahme. Eine chirurgische Entfernung ist selten erfolgversprechend, da Symptome erst zu spät erkannt werden.
Symptome
- Nachdem der Tumor auf die Eingeweide drückt, wird vor allem die Darmfunktion beeinflusst. Die Folge davon sind seltene, aber dafür übergroße Kotportionen. Im Endstadium sterben die Wellensittiche dann an einem Darmverschluss.
- Durch viele Hodentumore werden Östrogene produziert, wodurch es zu einer Umfärbung der Wachshaut (braun) der männlichen Tiere kommt.
- Diese können so groß werden, dass sie den Bauch vorwölben und die Tiere sitzen dann mit gekrümmtem Rücken auf ihrer Stange.
Diagnose
Durch eine Röntgenkontrastaufnahme kann anhand der Verdrängung der Darmschlingen auf einen Hodentumor geschlossen werden.
Therapie
Theoretisch wäre eine chirurgische Entfernung des Tumors möglich, aber aufgrund des geschwächten Zustandes des Patienten ist diese selten erfolgreich. Sobald die ersten Symptome erkennbar sind, ist der Prozess leider bereits schon zu weit fortgeschritten.


