Presskork für Wellensittiche?

Presskork

Naturkork ist natürlich stets die erste Wahl, aber wie schaut es mit Vogelspielzeugen aus, die Presskork verwenden?

Eine Frage von einer Instagram-Nutzerin und ein Hinweis vom Korkwerk Dresden haben mich dazu veranlasst, dieser Frage nachzugehen.

Kurzfassung
Zusammenfassung

Der Artikel behandelt die Verwendung bei Wellensittich-Spielzeug. Dieser wird meist aus Korkresten hergestellt und mit verschiedenen Klebstoffen gebunden. Diese Zusätze können problematisch sein, da manche Klebstoffe giftig sind. Es gibt auch expandierten Presskork, der ohne chemische Zusätze auskommt und als gesundheitlich unbedenklich gilt.

Kernaussagen
  • Dieser besteht häufig aus Korkgranulat und Bindemitteln.
  • Klebstoffe wie Phenolharze können gesundheitsschädlich sein.
  • Expandierter Presskork nutzt natürliche Harze als Bindemittel.
  • Beim Kauf von Spielzeug sollte auf unbedenkliche Materialien geachtet werden.
  • Herstellung

    Hierzu werden in der Regel Korkreste (z.B. Flaschenkorken-Produktion) zu einem Granulat vermahlen.

    Das Granulat wird dann meist mit LatexPolyurethanharzen, Phenolharzen oder anderen Klebstoffen im Vakuum und/oder unter mechanischem Druck verklebt.

    Allerdings gibt es offenbar auch „Expandierten Presskork“, der Wasserdampf ausgesetzt wird, um dann die freigesetzten, korkeigenen Harze als natürliches Bindemittel zu verwenden.

    Fazit

    Verwendet man also diesen zur Herstellung von Vogelspielzeug oder kauft Produkte aus diesem Material zum Schreddern, sollte man stets genau darauf achten, dass dieser Kork auch gesundheitlich unbedenklich für die Sittiche ist.

    Wenn bei der Herstellung Klebstoffe verwendet wurden, dürfte dieser Kork in jedem Fall gesundheitlich bedenklich sein, da diese normalerweise nicht gerade ungiftig sind.

    Bei dem expandierten Presskork hingegen sollte es keine Bedenken geben, da dieser keine Zusätze enthält und somit weitgehend dem Naturkork entsprechen sollte.

    Polyurethan als Bindemittel

    Quellen
  • „Kork“ (Wikipedia)
  • „Expandierter Presskork“ (FNR)