Bakterien & Schimmelpilze

Bakterien & Schimmelpilze

Nachdem ich von Überlegungen gehört habe, Wellensittichen aufgrund von Bakterien und Schimmelpilzen im Futter nur noch Pellets zu füttern, habe ich mich zu diesem Beitrage entschlossen.

Schimmelpilze

In der Natur gibt es mehr als 100.000 Arten von Schimmelpilzen, deren Sporen sich über die Luft verbreiten und somit in unserer Umwelt weit verbreitet sind. Man findet sie z.B. im Erdboden, auf Pflanzen, in der Luft und im Wasser.

Wirklich relevant sind aber nur etwa 400 Arten, die giftige Stoffwechselprodukte produzieren, die sogenannten Mykotoxine. Diese Schimmelpilzgifte sind dann in entsprechender Menge gesundheitsschädlich.

Nachdem die Schimmelpilze fast überall in der Natur in geringer Menge vorkommen, findet man diese auch in Lebensmitteln bzw. dem Körnerfutter von Sittichen. Diese schaden einem gesunden Vogel mit einem intaktem Immunsystem auch nicht.

Das gilt allerdings nur für Schimmelpilzen in den geringen Mengen, wie sie in der Natur vorkommen.

Problematisch wird es, wenn sich diese z.B. aufgrund von unsachgemäßer Lagerung1z.B. überhöhte Luftfeuchtigkeit und Temperatur (unkontrolliert) vermehren können oder die Rohstoffe bereits kontaminiert2mangelnde Produkthygiene oder hohe Anzahl von Sporen in der Umgebungsluft sind.

Grundsätzlich empfiehlt es sich hochwertige Körnerfutter zu kaufen und dieses natürlich stets trocken zu Lagern. Sollte das Futter trotzdem einen muffigen oder ungewöhnlichen Geruch aufweisen, sollte man dieses natürlich besser entsorgen.

Anbieter die keine Transparenz beim Futter zeigen bzw. keine Auskunft zur Lagerung der Rohstoffe geben, meide ich genau aus den oben genannten Gründen.

Bakterien

Mikroorganismen, wie Bakterien, findet man überall in unserer Umwelt und sind nicht mit bloßem Auge zu erkennen. Viele dieser sind ungefährlich oder sogar nützlich. Um den Rest kümmert sich das Immunsystem des Menschens bzw. in diesem Fall des Vogels.

Das gilt allerdings nur für natürlich vorkommende Bakterien und nicht bei einer Kontamination, Verunreinigungen oder Ähnlichem.

Unter gewissen Umständen können sich diese gesundheitschädlichen Bakterien in kürzester Zeit massiv vermehren und werden dann zum Problem.

Somit wird man natürlich auch niemals ein wirklich “keimfreies” Futter haben, solange dieses Naturprodukte enthält. Geringe Mengen an Mikroorganismen sind nicht nur normal, sondern auch unbedenklich, solange der Vogel ein funktionierendes Immunsystem besitzt.

Pellets statt Körnerfutter?

Pellets werden z.T. damit beworben, dass “keine Gefahr von von Pilzen, Keimen & Pestiziden” besteht, was ich aber stark bezweifele.

Zum einen sind die Bakterien und Pilze meist von Natur aus in den Rohstoffen enthalten, die zweifelsohne auch für die Herstellung von Pellets benötigt werden. Somit entscheidet bei Pellets und bei Körnermischung in erster Linie die Qualität der Rohstoffe.

Zum anderen werden die Rohstoffe bei Pellets stark zerkleinert und verarbeitet. Bei diesem Prozess entsteht eine deutlich größere Oberfläche an der sich Mikroorganismen ansiedeln können. Es ist das gleiche Phänomen, das dazu führt, dass Hackfleisch so schnell verdirbt.

Zudem werden im Herstellungsprozess die meisten Vitamine zerstört, so dass diese wieder künstlich zugesetzt werden müssen.

Mal abgesehen davon, erhalten die Sittichen mit Pellets geschmacklich immer den gleichen “Einheitsbrei”, während diese im Körnerfutter (optimalerweise) viele verschiedene Hirsesorten und andere Saaten zur Auswahl haben.

Oft werden diese auch zur Vorbeugung von Übergewicht angepriesen, da von diesen nicht mehr als nötig gefressen wird. Das Gleiche kann man aber auch mit einem vernünftigen Anteil von Grassamen (10-20%) erreichen, ohne seine Sittiche “auf geschmacklicher Ebene zu quälen”.

Letztendlich hat man mit Pellets ein hochverarbeitets Produkt (vgl. Convenience Food), das vom gesundheitlichen Aspekt eher fragwürdig ist. Zudem ist bei den wenigsten Pellets eine genaue Zusammensetzung zu finden. Aber auch die Ausnahmen sind alles andere als überzeugend.

Beispiel: Ergänzungsfutter
Mais, Maiskeimmehl, pflanzliche Nebenerzeugnisse, Weizenkleie, Weizen, Sonnenblumenkernmehl, Haferkerne, Rübenmelasse, Vitamine und Mineralstoffe, natürliches Vanillearoma
Beispiel: Erhaltungsfutter
Hirse (40%), Getreide, Gemüse, pflanzliche Eiweißextrakte, pflanzliche Nebenerzeugnisse, Mineralstoffe, Öle und Fette, Apfel, Zucker, Algen, MOS, Yucca

Für MOS gibt es keine Erläuterung und die Yucca-Palme gilt als giftig

Vielleicht gibt es ja noch bessere Produkte, als die Beispiele oben, aber für mich persönlich sind Pellets ein eindeutiges No-Go.

  • Unerwünschte Inhaltsstoffe
  • Überflüssige, unnötige oder fragwürdige Inhaltsstoffe
  • Nicht aussagekräftige Sammelbegriffe für möglicherweise billige Inhaltsstoffe
  • Fettreiche Samen (Ölsaaten)
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