Krankheiten: Luftsackmilben

Luftsackmilben unter dem Mikroskop
Kurzfassung
Zusammenfassung

Luftsackmilben sind Parasiten, die die Atemwege von Vögeln befallen und nach einer oft langen Inkubationszeit Symptome wie piepsende Atemgeräusche, erschwerte Atmung oder Heiserkeit verursachen. Bakterielle Sekundärinfektionen können den Krankheitsverlauf verschlimmern. Die Diagnose erfolgt durch Sichtkontrolle, die Therapie meist mittels Spot-On-Präparat und gegebenenfalls Antibiotika.

Kernaussagen
  • Symptome treten oft erst Wochen nach Ansteckung auf.
  • Charakteristische Atemgeräusche, vor allem nachts.
  • Betroffene Vögel zeigen Niesen, Würgen und verminderte Flugleistung.
  • Diagnose durch Sichtbarmachung der Milben im Halsbereich möglich.
  • Behandlung umfasst Spot-On-Anwendung, eventuell Antibiotika und unterstützende Dampfbäder.
  • Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt oder gemeinsam genutztes Futter und Wasser.
  • Allgemein

    Diese haben eine relativ lange Inkubationszeit1Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten von Krankheitszeichen von einigen Wochen bis Monaten, bis die ersten Symptome auftreten.

    Auf der durch die Milben geschädigten Schleimhaut der Atemwege können sich zudem leicht Bakterien ansiedeln, die die Erkrankung noch verschlimmern können.

    Symptome

    Meist hört man abends und nachts piepsende, knackende Atemgeräusche, die auf die nachtaktiven Luftsackmilben zurückzuführen sind.

    Auffällig sind in der Regel auch ein Niesen, Würgen und Kopfschleudern sowie eine erschwerte Atmung.

    Weitere Symptome

    • Heiserkeit bis zum Verlust der Stimme
    • Atmung mit geöffnetem Schnabel nach Anstrengungen
    • Verlust der Leistungsfähigkeit beim Fliegen
    • nächtliche Unruhe und Schlafmangel

    Diagnose

    Man kann die Milben durch die dünne Haut der Luftröhre als winzige Punkte erkennen, wenn man das Gefieder im Halsbereich anfeuchtet und den Vogel gegen das Licht hält.

    Gelegentlich lassen sich auch Milben im Rachen am Eingang der Luftröhre erkennen.

    Therapie bei Luftsackmilben

    Die Behandlung erfolgt mittels eines zweimaligen Spot-On in einem Abstand von einer Woche, genauso wie bei Räudemilben.

    Bei einer bakteriellen Zusatzinfektion können auch noch Antibiotika und das Verabreichen von Vitamin-Präparaten hinzukommen.

    Unterstützend können noch Kamille-Dampfbäder2Dampf in den Quarantänekäfig fächeln (2–3 mal am Tag), gegen zähen Schleim und die entzündeten Schleimhäute helfen.

    Übertragung
    Die Übertragung der Luftsackmilben kann sowohl direkt (z.B. Schnäbeln) als auch indirekt (z.B. Trink- und Futternäpfe) erfolgen.
    Quellen

    Weitere Informationsquellen

    • 1
      Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten von Krankheitszeichen
    • 2
      Dampf in den Quarantänekäfig fächeln